Parodontologie

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Parodontologie

Ohne Übertreibung kann man bei der Parodontitis von einer Volkskrankheit sprechen, an der ein Großteil der Bevölkerung mittleren und höheren Alters erkrankt ist. Hierbei handelt es sich im Gegensatz zur Gingivitis (Zahnfleisch- entzündung) um eine bakterielle Entzündung des gesamten Zahnhalteapparates, also des Zahnfleisches, des Faserapparates und des Knochens. Über die Jahre kommt es zur Anlagerung von sogenannten Konkrementen (Zahnstein auf der Wurzeloberfläche). Unbe- handelt führt eine Parodontitis je nach Verlaufsform früher oder später zum Verlust einzelner oder mehrerer Zähne.

Die häufigste Verlaufsform der Parodontitis ist die chronische Form, bei der der Knochenabbau meist ohne größere Beschwerden und langsam voranschreitet, also vom Patienten im Anfangsstadium nicht bemerkt wird. Daher ist die spezielle Untersuchung des Zustandes des Zahnhalteapparates ein obligater Teil unserer Routinekontrolle.

Die wichtigste Ursache einer Parodontitis ist neben einer genetischen Veranlagung und dem Zigarettenkonsum eine über Jahre unzureichend durchgeführte Mundhygiene. Daher setzt die Parodontitistherapie insbesondere hier an. An drei Vobehandlungsterminen, die etwa im Abstand von einer Woche stattfinden, werden modifizierte professionelle Zahnreinigungen durchgeführt. Neben der perfekten Reinigung Ihrer Zähne wird hier besonders Wert auf die Mitarbeit des Patienten gelegt. Das Erlernen der richtigen Putztechnik spielt hierbei eine ebenso große Rolle wie die Motivation durch unser speziell ausgebildetes Personal.

Das Ziel der dann folgenden Parodontitis-Hauptbehandlung ist hauptsächlich die Entfernung der Konkremente von der Wurzeloberfläche. In den meisten Fällen genügt die sanfte Entfernung dieser Beläge durch spezielle Schaber.
Dies wird in Lokalanästhesie durchgeführt, so dass die Behandlung für Sie schmerzfrei erfolgt.

In der Regel haben die Patienten auch nach der Behandlung kaum Beschwerden. In Einzelfällen kann unterstützend zur Parodontitis-Hauptbehandlung ein zusätzlicher Bakterientest mit anschließender speziell abgestimmter Antibiotikatherapie erforderlich sein.

Um den Erfolg der Parodontitisbehandlung dauerhaft zu gewährleisten, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie eine regelmäßige Kontrolle und eine viertel-, mindestens jedoch halbjährliche PZR im Rahmen der Parodontitisnachsorge (PA-Recall).